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Preisspiegel: So viel kostet heute eine neue Heizung

30/7/2025

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Seit Mitte 2024 sind die Preise für die Anschaffung eines neuen Wärmeerzeugers im Durchschnitt um 5,3 % gestiegen. Im Jahr davor lag dieser Wert noch bei 8,9 %.
Was Hauseigentümer im Schnitt für Wärme­pumpen, Gas- oder Bio­masse­kessel zahlen und wo die Preis­ent­wicklung hingeht, zeigen neue Daten der Verbrau­cher­zentrale.
Die Investitionskosten für eine neue Heizung sind in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen. Dies ist neben der vielbeschworenen Unsicherheit ein weiterer Grund für die Kaufzurückhaltung der Eigentümer. So ist der gesamte Heizungsmarkt im Jahr 2024 drastisch eingebrochen und auch in diesem Jahr sinken die Absatzzahlen weiter.
Eine aktuelle Umfrage zeigt nun, dass die Preissteigerungen mittlerweile zurückgehen. Die von der Energieberatung der Verbraucherzentrale im Mai 2025 durchgeführte Erhebung ergab, dass die Preise für die Anschaffung von insgesamt 15 verschiedenen mono- und bivalenten Heizungsanlagen seit Mitte 2024 im Durchschnitt nur noch um 5,3 Prozent gestiegen sind. Im Jahr davor lag dieser Wert noch bei 8,9 Prozent.
Bis zu 60.000 Euro für eine neue Heizung
Betrachtet man das aktuelle Preisniveau, so ergibt sich bei den verschiedenen Heiztechnologien eine große Bandbreite von 11.000 bis 60.000 Euro (siehe Tabelle). Dabei sind kombinierte Systeme tendenziell teurer als monovalente Wärmeerzeuger, die nur auf einen Energieträger setzen.
Die Durchschnittspreise für den Austausch des Wärmeerzeugers in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie kleineren Mehrfamilienhäusern reichen von 11.000 bis 60.000 Euro.
Der Gas-Brennwertkessel ist nach den letzten Zahlen des Bundesverbands der deutschen Heizungsindustrie (BDH) zurzeit noch der meistverkaufte Wärmeerzeuger in Deutschland (bei stark rückläufigen Absatzzahlen). Der Einbau kostet laut Erhebung aktuell durchschnittlich 16.000 Euro. Bemerkenswert ist, dass er als einzige Heiztechnik gegenüber dem Vorjahr nicht teurer geworden ist. In Kombination mit einer Solarthermieanlage zur Trinkwassererwärmung liegt der Preis bei 25.000 Euro (plus vier Prozent) beziehungsweise mit Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung bei 31.000 Euro (plus drei Prozent).

Der in Deutschland beliebteste Wärmepumpentyp, die Luft/Wasser-Wärmepumpe, gewinnt seit einem Jahr wieder Marktanteile und hat nach einem Sprung bei den Absatzzahlen im ersten Quartal 2025 fast zur Gas-Brennwerttechnik aufgeschlossen. Sie kostet aktuell durchschnittlich 36.000 Euro und ist im Vergleich zum letzten Jahr um sechs Prozent teurer geworden. Eine Hybridheizung, bestehend aus einer Luft/Wasser-Wärmepumpe und einem Gas-Brennwertkessel, kostet demgegenüber mit 48.000 Euro (plus vier Prozent) deutlich mehr.

Neu dabei: Luft/Luft-Wärmepumpe und Elektro-Direktheizung
Neu in die Erhebung aufgenommen wurde die Luft/Luft-Wärmepumpe (ohne Kanalsystem) mit einem Preis von 12.000 Euro. Als Klimaanlage kann sie im Sommer zusätzlich auch kühlen, benötigt aber eine separate Lösung für die Trinkwassererwärmung.
Ebenfalls neu ist die Elektro-Direktheizung, bei der es sich in der Regel um eine Infrarotheizung handelt. Sie wird im Gebäudeenergiegesetz (GEG) als Erfüllungsoption anerkannt und kostet durchschnittlich 11.000 Euro. Auch bei ihr ist eine zusätzliche Trinkwassererwärmung erforderlich.
Bei der Fernwärme ist zu beachten, dass die Anschlusspreise bundesweit deutlich schwanken. Auskunft gibt hier der regionale Versorger. Weiterhin ist bei allen Arten von Biomassekesseln ebenso wie bei allen Varianten der Solarthermie ein Pufferspeicher mit im Preis enthalten.

Wie kommt der Heiztechnik-Preisspiegel zustande?
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ermittelt seit dem Jahr 2021 im Rahmen ihres Beratungsangebotes jedes Jahr bundesweit die Preise für verschiedene Wärmeerzeuger. Gegenstand der Erhebung sind Ein- und Zweifamilienhäuser sowie kleinere Mehrfamilienhäuser.
Im Jahr 2025 lagen je Heizungsart 74 bis 133 Rückmeldungen aus dem vergangenen Jahr vor. Daraus wurden für jede Heiztechnik Durchschnittspreise ermittelt. Alle Preise enthalten die Entsorgung des alten Wärmeerzeugers und den betriebsfertigen Anschluss der neuen Anlage (ohne neue Verrohrung und Heizflächen).
Da es sich um bundesweite Durchschnittspreise handelt, gibt es regional deutliche Unterschiede. Dabei spielt häufig auch die Verfügbarkeit und Auslastung der Fachhandwerker vor Ort eine Rolle.

Corona-Lockdowns und Ukrainekrieg haben die Preise in die Höhe getrieben
Die Preisentwicklung bei den Heiztechnologien seit Januar 2021 spiegelt die außergewöhnlichen Herausforderungen wider, mit denen sich die gesamte Heizungsbranche insbesondere am Anfang des Erhebungszeitraums konfrontiert sah. So waren im Jahr 2021 die Liefer- und Materialengpässe aufgrund der Corona-Lockdowns sowie die damit einhergehenden Preiserhöhungen ein wesentlicher Einflussfaktor. Dementsprechend lag von Januar 2021 bis Januar 2022 die durchschnittliche Preissteigerung aller betrachteten Wärmeerzeuger bei 18 Prozent.
 
Tim Geßler / Datenquelle: vzbv
Entwicklung der Preissteigerungen insgesamt und bei den einzelnen Wärmeerzeugern seit Anfang 2021. Gut zu erkennen sind der drastische Anstieg durch die Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg sowie der deutliche Rückgang ab 2023.
Die Situation verschärfte sich dann im Folgejahr durch eine Reihe von Faktoren, allen voran der Angriff von Russland auf die Ukraine im Februar 2022. Dadurch wurde in Deutschland eine Gaskrise ausgelöst und die Inflation begann drastisch zu steigen. Gleichzeitig verschärften sich die Liefer- und Materialengpässe weiter, unter anderem aufgrund der Blockade des Suezkanals durch das Containerschiff „Ever Given“. All dies trieb die Preissteigerung bei den Wärmeerzeugern im Zeitraum von Januar 2022 bis März 2023 auf einen Spitzenwert von durchschnittlich 23,8 Prozent.

Verunsicherung und Markteinbruch: Preissteigerungen gehen seit 2023 zurück
Im Jahr 2023 begann sich die Situation dann zu entschärfen. Die Gaskrise war weitgehend abgewendet und auch die Liefer- und Materialengpässe gingen schrittweise zurück. Ende Februar sorgten die Heiz-Hammer-Kampagne und die sich anschließende Regierungskrise mit Verzögerungen beim GEG, der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und dem Wärmeplanungsgesetz für erhebliche Verunsicherung bei den Verbrauchern.
In der Folge stieg die Nachfrage nach Erdgas-Brennwertkesseln drastisch an, während der Wärmepumpenmarkt stagnierte. Im letzten Quartal 2023 brachen dann beide Wärmeerzeuger massiv ein. Der Rückgang der Absatzzahlen setzte sich bis Mitte 2024 fort. Die durchschnittliche Preissteigerung von März 2023 bis Juni 2024 lag „nur“ noch bei 8,9 Prozent.
Die Absatzzahlen der Wärmeerzeuger insgesamt stagnieren seit Mitte 2024, wobei der Erdgas-Brennwertkessel deutlich Marktanteile an die Wärmepumpe verliert. Die seit Anfang 2024 verfügbare hohe Förderung im Rahmen der BEG hat also nicht zu einer Belebung des Heizungsmarktes beigetragen. Und die Verunsicherung der Verbraucher bleibt bis heute bestehen. Die Preissteigerung im Zeitraum von Juni 2024 bis Mai 2025 ging weiter zurück auf durchschnittlich 5,3 Prozent. 
Quelle:
 Energieberatung der Verbraucherzentrale / tg

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Die häufigsten Irrtümer bei Schimmel in der Wohnung

29/7/2025

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Wer weiß, wie Schimmel entsteht, hat die Chance, rechtzeitig vorzubeugen – durch bauliche Veränderungen oder durch optimales Heizen und Lüften.
Wichtig ist, schon bei den ersten Anzeichen von Schimmel schnell und richtig zu handeln. Über die Irrtümer klärt die Verbraucherzentrale NRW auf.

Irrtum 1: Im Sommer gibt es keinen Schimmel.
Falsch. Schimmelsporen sind das ganze Jahr überall zu finden – in der Luft, im Wald und in der Wohnung. Die Bedingungen in der Wohnung sind zwar in den kalten Monaten oft günstiger für den Pilz, aber auch im Sommer kann es zu Schimmelbefall kommen. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasser transportiert sie. Kühlt die Luft ab oder trifft sie auf eine kalte Oberfläche, kondensiert das Wasser unter bestimmten Bedingungen. Das passiert im Winter öfter, gerade wenn man zu wenig lüftet oder heizt. Aber im Sommer transportiert warme Außenluft mehr Wasser. Zieht sie in einen kühlen Raum, zum Beispiel im Untergeschoss oder im Keller zieht, kann die Feuchtigkeit kondensieren und Schimmel wachsen. Besonders Souterrainwohnungen sind deshalb anfällig für Feuchteschäden. Deshalb Fenster von kühlen Räumen an heißen Tagen geschlossen halten und nur in den kühlen Stunden zwischen Abend und Morgen lüften – auch bei Regen. Generell gilt: Luftfeuchtigkeit in Innenräumen ganzjährig unter 60 Prozent halten.

Irrtum 2: Schimmel entsteht nur durch falsches Lüften.
Stimmt nicht. Schimmel in der Wohnung wächst da, wo die Pilzsporen einen passenden Nährboden und genug Feuchtigkeit vorfinden. Diese Feuchtigkeit kann aber mehrere Ursachen haben. Einerseits erhöhen die Bewohner durch ihren Atem, durch Duschen, Kochen und Wäschetrocknen, aber auch viele Pflanzen in der Wohnung die Feuchtigkeit. Richtiges Heizen und Lüften ist deshalb wichtig, um Schimmelbefall vorzubeugen. Bei alten oder schlecht gedämmten Gebäuden genügt normales Heizen und Lüften oftmals nicht – und übermäßiges Heizen ist so wenig zumutbar, wie den ganzen Tag das Fenster geöffnet zu halten. Andererseits können aber Neubaufeuchte, Bauschäden oder undichte Wasserleitungen, Sturmschäden oder Hochwasser die Ursache für Schimmelschäden sein. Dann lässt sich das Problem mit Lüften und Heizen nicht beseitigen.

Irrtum 3: Keine Sorge, das sind doch nur Stockflecken.
Falsch. Ob es erste Anzeichen von Schimmelbefall sind oder „nur“ Stockflecken, können Laien mit bloßem Auge nicht feststellen. Aber in beiden Fällen sollte man keine Zeit verlieren. Jeder Schimmelbelag fängt mal klein an: Haben Schimmelsporen einen Nährboden und ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung, können Pilze wachsen. Das beginnt zuerst in und an einem Material, dann sieht man kleine Flecken und Verfärbungen. Dies sind erste Anzeichen des sogenannten „Fruchtkörpers“. Die Flecken gehen nicht von selbst wieder weg – ganz im Gegenteil: Bleibt es feucht, wird der Schaden größer, es kommen weitere Mikroorganismen – Bakterien, Milben etc. – dazu und der Schimmel wächst weiter. Solange nur kleine Flecken auf der Oberfläche auftauchen, lassen sie sich oft noch eigenständig schnell entfernen. Und Stockflecken? Sind nichts anderes als feuchte Stellen an Decken oder Wänden, auf denen rasch Schimmel wachsen kann, um die man sich ebenfalls schnellstmöglich kümmern sollte.

Irrtum 4: Gegen Schimmel hilft Essig.
Besser nicht. Essig scheint zwar die Allzweckwaffe im Schrank der Hausmittelchen zu sein, aber bei Schimmel sollte man die Finger davonlassen. Auf mineralischen Putzoberflächen wird die Säure des Essigs meist neutralisiert und zu Wasser, also beste Basis für den Schimmelpilz. Bei oberflächlichem Befall bis zu einem halben Quadratmeter – das entspricht ungefähr der Front einer Waschmaschine – hilft auf glatten Oberflächen der normale Haushaltsreiniger. Für poröse Oberflächen wie Putz oder Tapeten empfiehlt sich eine 70- bis 80-prozentige Alkohollösung, zum Beispiel verdünnter Brennspiritus, da sie schneller trocknet. Aber Vorsicht: Die hochprozentige Lösung und ihre Dämpfe sind entzündlich. Deswegen gut lüften und Zündquellen fernhalten. Bei der Beseitigung von Schimmel sollten unbedingt Handschuhe, Schutzbrille und ein Mundschutz getragen werden. Ebenso sollten das Prozedere nur gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen wie Asthma selbst durchführen. Ist der Schimmelschaden schon älter, größer als ein halber Quadratmeter oder bereits tiefer in den Putz oder andere Materialien eingedrungen, helfen weder Hausmittel noch Schimmelbekämpfungsmittel aus Baufachhandel, Baumarkt oder Drogerie. Größere Schäden müssen Fachleute beseitigen, sonst bleiben Pilzbestandteile bestehen, die später wieder wachsen können. Auch abgetötete Schimmelbestandteile belasten die Raumluft. Generell sollte zum Schutz der eigenen Gesundheit auf Schimmelbekämpfungsmittel mit Chlor oder anderen umweltbelastenden Wirkstoffen verzichtet werden.

Irrtum 5: Schwarzer Schimmel ist besonders gefährlich.
Falsch. Jede Art von Schimmel kann die Gesundheit beinträchtigen. Studien zeigen aber, dass Schimmel in Wohnungen auf Dauer die Gesundheit schädigen und zum Beispiel Atemwegserkrankungen oder Allergien auslösen kann. Das gesundheitliche Risiko ist neben der Größe des Schadens immer auch vom gesundheitlichen Zustand der Betroffenen abhängig. Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma sind besonders gefährdet, ebenso Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, bei denen es sogar zu einer Pilzinfektion kommen kann. Ob gesund oder vorerkrankt, alt oder jung: Schimmel ist immer eine Belastung, die beseitigt werden muss – egal, welche Farbe er hat.

Quelle: VZ NRW / jb
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter  www.verbraucherzentrale.nrw/schimmel
© VZ NRW/adpic

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Kapilaraktive Innendämmung

17/7/2025

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GEB Podcast Gebäudewende: Mit Innendämmung gegen Feuchtigkeit und Schimmel
Es gibt eine Reihe verschiedener Gründe für eine Innendämmung – zum Beispiel, wenn eine Außendämmung aus bau- oder denkmalschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist. Oder wenn ein bisher ungenutzter Keller zu einem beheizten Hobbyraum oder Gästezimmer umfunktioniert werden soll. Dann stellt sich die Frage: Welches Dämmsystem ist geeignet, um sowohl Energieeffizienz als auch Bauschadensfreiheit zu gewährleisten?
 Dabei gibt es grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Ansätzen bei der Innendämmung. Das sind zum einen dampfdichte Systeme mit Dampfsperre und zum anderen diffusionsoffene, kapillaraktive Systeme. Erstere funktionieren durch das vollständige Abdichten der Wand von innen, meist mit Dampfsperrfolien in Kombination mit Mineralwolle. Damit wird verhindert, dass feuchtwarme Raumluft in die Wandkonstruktion eindringt und dort kondensiert – ein häufiges Schimmelrisiko. Das Problem: Schon kleinste Undichtigkeiten können zu Feuchteschäden führen.

Poren ermöglichen dynamisches Feuchtemanagement
Demgegenüber steht die kapillaraktive Innendämmung. Die dabei verwendeten Platten sind diffusionsoffen und nehmen mögliche Feuchtigkeit auf. Diese wird zwischengelagert und später wieder an die Raumluft abgeben. „Die kapillaraktiven Systeme arbeiten mit Kapillarporen und lassen sehr schön Feuchtetransport zu“. Es entsteht somit ein dynamisches Feuchtemanagement, das ohne Folien auskommt.
Die Empfehlung dafür sind Mineralschaumplatten, die aus natürlichen Rohstoffen wie Sand, Kalk, Zement, Wasser und einem Porenbildner bestehen. Diese bieten dank ihrer feinen Porenstruktur ein hohes Maß an Feuchtetransportfähigkeit. Im Vergleich zu klassischen Kalziumsilikatplatten weisen sie eine bessere Wärmedämmleistung auf – mit einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,042 W/mK gegenüber 0,060 W/mK bei anderen Systemen.
Die Platten werden vollflächig mit einem systemzugehörigen Klebemörtel auf die Innenwand geklebt, armiert und abschließend verputzt. Wichtig ist die vollflächige Verklebung, um Hohlräume zu vermeiden, die als Feuchtenester wirken könnten. Geeignete Untergründe sind ebenflächige Wände mit intaktem Putz – bei Bedarf muss dieser zuvor erneuert werden.
Auf diese Weise lässt sich in den allermeisten Fällen eine Innendämmung umsetzen: „Kapillaraktive Systeme sind nicht unbedingt für alles und überall einsetzbar – aber rund 90 Prozent der Anwendungsfälle lassen sich damit gut abdecken.“ Einschränkungen gebe es etwa in Bereichen mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit wie zum Beispiel Schwimmbädern, Großküchen oder Kühlhäusern. Hier sind dampfdichte Systeme geeigneter, da die Feuchtebelastung die kapillaraktiven Materialien überfordern könnte.

Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Gestalterisch bieten kapillaraktive Systeme vielfältige Möglichkeiten: von mineralischen Oberputzen bis hin zu Lehmputz. Wichtig ist dabei, auf diffusionsoffene Materialien zu achten – dampfdichte Farben oder harte Zementputze sind ungeeignet.
Wer sich für eine kapillaraktive Innendämmung entscheidet, muss mit Kosten rechnen, die im Bereich von etwa 110 Euro pro Quadratmeter liegen. Günstiger sind klassische Systeme mit Dampfsperre mit zirka 100 Euro pro Quadratmeter, teurer Kalziumsilikatplatten mit rund 130 Euro pro Quadratmeter. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich finanzielle Unterstützung zu holen. Daneben kann man auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nutzen. Und zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Sanierungskosten von der Einkommenssteuer abzusetzen.
Zudem sprechen neben der Energieeinsparung noch weitere Gründe dafür, in die Innendämmung mit Mineralschaumplatten zu investieren. Solche Systeme punkten nämlich auch in Sachen Ökobilanz. Die Platten binden während ihrer Lebensdauer CO₂ aus der Luft und können – bei sortenreiner Rückführung – wiederverwertet werden. Regional gewonnene Rohstoffe und eine deklarierte Lebensdauer von mindestens 50 Jahren machen Mineraldämmplatten nach Meinung zur nachhaltigen Alternative.
Quelle: ms / Xella


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